Also bitte Männer, zieht euch an Xmas ein Hemd an!

Zalon

“Ich glaube daran, dass Hemden eines der wenigen Kleidungsstücke sind, dir wirklich jedem Mann stehen und ihn auch immer visuell aufwerten. Ein stabil gebauter Mann lässt seinen Körper zum Beispiel im T-Shirt schnell undefinierbar wirken, im Hemd ist das fast unmöglich, da es immer einen gewissen schicken Beigeschmack mitbringt. Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings: um die richtige Wirkung zu erzielen muss die Passform stimmen. Das Kragenmaß definiert ob ein Hemd passt oder nicht, alle anderen Proportionen sind Trends unterworfen, der Kragen muss aber immer gut anschließen – wenn er zu groß oder zu klein ist wirkt jedes Hemd billig.

 

 

Auch bei den Schultern sollte ein Hemd immer gut sitzen, also nicht spannen aber auch nicht zu weit sein. Um zur männlichen Problemzone – dem Bauch – zu kommen kann ich hier, gerade für Männer mit Bauchansatz, nur raten im Rahmen der Möglichkeiten ein schlank sitzendes Hemd, idealerweise mit Stretch, zu tragen, denn ein weites Kleidungsstück lässt jeden Mann nur noch breiter wirken. Beinahe jede Hemdensorte, selbst casual Hemden wie zum Beispiel jene die aus Oxford Stoff gemacht sind, ist in der Zwischenzeit in Stretch Materialien zu bekommen – ein Segen, denn selbst Männer mit muskulösen Oberarmen oder generell stabilem Bau können so gute Passformen finden – und der Komfort ist fantastisch! Für einen schlanken Mann ist die Auswahl groß, er kann natürlich noch immer zu slim fits greifen aber auch den modisch nächsten Schritt zu weiteren Passformen wagen.

Der Tragestil definiert die Länge des Hemdes: ein formell getragenes Hemd, dass in die Hose steckt wird darf länger sein, damit es nicht heraus rutscht, ein casual Hemd, dass aus der Hose getragen wird kann auch gerne kürzer sein. Was Kragenformen betrifft ist die Auswahl momentan sehr groß: formellere Hemden dürfen gerne wieder mit größeren, modischen Kragen wie den Haifischkragen getragen werden, im Smart und Casualbereich sind die Kragen gerade wieder spitzer, ein Einfluss den der 70er Jahre Trend mitgebracht hat. Generell werden Kragen gerade wieder größer, ebenso wie die Revers von Jacketts wieder breiter werden – der Skinny Wahn in der Mode ist am abebben.

 

 

Im Allgemeinen ist die Kragenwahl eine modische, nur einen Körperbau spezifischen Tipp habe ich: Männer mit breitem Nacken oder dickerem Has sollten immer zu etwas größeren Kragen greifen, kleine Kragen können bei diesem Bau etwas albern wirken.

Gerade sind gemusterte und gestreifte Hemden wieder sehr im Kommen, es darf hier auch wilder zugehen. Ein Freizeithemd kann auch mit einem extremeren Print, wie zum Beispiel Blumen auf dunklem Grund oder Paisleys, wieder cool sein. Je formeller der Anlass, desto subtiler sollte das Hemd sein, aber auch modische Microprints können gerade problemlos zum Anzug kombiniert werden. Beim Casual Hemd sind die 90er zurück – große Karos in Flannelstoffen oder auch Kordhemden sind gerade sehr im Trend! Der Körperbau definiert also nicht die richtige Hemdenwahl, sondern der Anlass.

Es gibt wohl genau so viele Hemdenvarianten wie Frauenmeinungen dazu, deshalb würde ich es hier nicht wagen zu verallgemeinern. Minimalistisch Moderne mögen den Krägen sicher noch hochgeschlossen, der Trend geht aber auch wieder hin zum geöffneten Kragen und ein wenig sichtbarer Männerbrust – ein weiterer guter Grund an sich zu arbeiten ;)“

 

 

Frank de Rooy, Stylist

 

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