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Ashton Kutcher – Fit mit Krav Maga


Ashton Kutcher erzählt MF, wie er seinen Körper in Action-Held-Form brachte

Ashton Kutcher wurde in den USA mit seiner Show Punk’d beim Musiksender MTV berühmt. Jede Woche setzte er Prominente ungewöhnlichen Situationen aus, um sie mit einem hysterischen Lachen zu überraschen, kurz bevor sie völlig die Nerven verloren. Das Konzept der Sendung ist in etwa vergleichbar mit dem der deutschen Fernsehshow „Verstehen Sie Spaß?“. Nach seinem Erfolg mit Punk’d – davor war Kutcher bereits mit einer Rolle in der beliebten amerikanischen Sitcom „Die Wilden Siebziger“ bekannt geworden – spielte Kutcher in Hollywood-Spielfilmen mit, heiratete Demi Moore (wenn schon eine ältere Frau, dann so eine) und hatte noch vor CNN das erste  Twitter-Konto mit mehr als einer Million Leser (@aplusk, falls Sie auch dazugehören wollen). Fit macht er sich vor allem mit Krav Maga, einer Mischung aus Selbstverteidigungssystem und Nahkampfsystem.

Bei dieser von der israelischen Armee entwickelten Methode (siehe Kasten unten) geht es darum, sich gegen Gewalt effektiv behaupten. In dem hochintensiven aeroben and anaeroben Training lernt man Tritte und Schläge auszuteilen, sich schnell abzuducken und mit einem Hechtsprung in Sicherheit zu bringen. „Das Tolle an Krav Maga ist, dass es sich ständig weiterentwickelt“, meint Kutcher, der schon als Jugendlicher von Selbstverteidigungssportarten fasziniert war, aber mit dem Thema Kampfsport erst richtig in Berührung kam, als er sich für seine Rolle in der Actionkomödie Kiss & Kill (2010) vorbereitete. „Für jede neue Angriffstechnik wird wieder eine neue Verteidigungsmethode entwickelt.”

Fitnessprogramm für Hollywood In einer typischen Woche umfasst das Trainingsprogramm des früheren Calvin Klein-Unterwäsche-Models drei- bis viermal Krav Maga, drei Bikram-Yoga- Sitzungen bei 40 Grad C, um die Beweglichkeit zu verbessern, und einen „Gewaltmarsch“, um Fett abzubauen. Seine neueste Rolle brachte ihm etwas Entlastung. „Für Kiss & Kill habe ich sechsmal pro Woche zwei Stunden am Tag trainiert“, sagt er uns. „In ‚Freundschaft Plus‘ (seinem neuesten Kinofilm mit Natalie Portman in der zweiten Hauptrolle) sah meine Rolle für mich nicht vor, in Topform zu sein. Damit war ich aus dem Schneider.“ Um richtig fit zu bleiben, fasten Kutcher und seine Frau einmal pro Jahr und nehmen in dieser Zeit nur Wasser, Ahornsirup, Cayennepfeffer und Zitronensaft zu sich. Hört sich nicht nach einer sehr schmackhaften Diät an, aber Kutcher gefällt die dafür notwendige Disziplin. „Es ist toll, mal wieder alles  durchzuputzen“, betont er. „Und mir gefällt die Vorstellung, wenn es hart auf hart kommt, auch mal ein paar Wochen nur von Wasser und Sirup leben zu können. “

Die Maga-Formel – Stählen Sie sich wie Ashton Kutcher mit Hilfe von Krav Maga, einem vom israelischen Militär entwickelten System

Ursprünglich wurde Krav Maga (hebräisch „Kontaktkampf“) für die israelischen Streitkräfte entwickelt. Es handelt sich dabei um eine einfache, aber heftige Form des Nahkampfes, die inzwischen aber auch von Fitnessportlern als intensives Ganzkörpertraining angewendet wird. Krav Maga als Selbstverteidigungstechnik wurde vor allem durch die Bourne-Spielfilme mit Matt Damon bekannt. Bei Krav Maga werden Einzelkämpfertechniken gelehrt. Die Schüler lernen, wie sie bedrohliche Situationen mittels Schlägen, Tritten, Kampf- und Griftechniken entschärfen können. In den Trainingseinheiten werden grundlegende Kampfstellungen vermittelt, es wird viel an Sandsäcken und Polstern gearbeitet, und man lernt, die besonderes verletzlichen Körperzonen des Gegners zu attackieren, wie zum Beispiel Augen, Leisten, Kehle und Knie. „Es geht darum, den Kampf schnell zu beenden und wegzukommen”, betont Kutchers Krav Maga Trainer Jarret Waldman. „Diese Technik ist besonders bei Polizei- und Sicherheitskräften beliebt, die nicht die Zeit haben, andere Kampfsportarten zu lernen.” Aber auch wer nicht im Militär oder bei der Polizei tätig ist, profitiert von Krav Maga. „Privatpersonen verbrennen Fett,  bauen Muskeln auf und lernen Selbstverteidigungstechniken”, so Waldman. „Kutcher ist sowieso recht athletisch veranlagt, aber erst  Krav
verhalf ihm dazu, wirklich das Beste aus
sich herauszuholen. “