Basisch besser

Wer von seinem Workout Resultate erwartet, sollte auf seinen Säure-Basen-Haushalt achten

 

Schon ein erfolgreiches Training selbst hängt maßgeblich von einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt ab. Ist der Organismus übersäuert, hat das direkt spürbare Auswirkungen auf Stoffwechselprozesse, wie die Energiegewinnung, und damit auf das gesamte Workout: Das Training wird nicht nur uneffektiv, sondern es mutiert zum Körperressourcen-Fresser. Die Konsequenzen: Leistungsabfall, Schmerzen, Entzündungen, Verletzungen, Muskelverlust, (Knochen-) Entmineralisierung bis hin zu einem geschwächten Immunsystem und chronischen Erkrankungen.
Blut muss basisch sein

„Der Säure-Basen-Haushalt hält das Blut immer im Bereich zwischen pH 7,35 und 7,45. Nur in diesem Spektrum kann es fließen, Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen hin sowie Kohlensäure und andere saure Stoffwechselendprodukte zu den Ausscheidungsorganen transportieren“, sagt Diplom-Ernährungswissenschaftler Roland Jentschura. Bei intensiven Workouts und zunehmender Übersäuerung wird der Abtransport entstehender Kohlensäure, Milchsäure, Harnsäure, Essigsäure, Ketosäuren usw. erschwert.
Das Ergebnis: Die Säuren stauen sich im Bindegewebe bis in die Muskelzellen zurück. „Ab einem gewissen Grad der Übersäuerung bricht in immer mehr Zellen die Energiegewinnung zusammen. Schlimmstenfalls die gesamte Leistung, so wie es viele vom Laktat-Stufentest her kennen – und dann kannst du nach Hause gehen. Dort erwarten dich endlose Regenerationszeiten, wenn nicht sogar Degeneration.“ erläutert Jentschura. Zur Neutralisierung der Übersäuerung plündert der Organismus seine Mineralstoffdepots aus Haut, Haaren, Knochen
(Ermüdungsbrüche), Zähnen usw. Lagern sich die daraus entstehenden Neutralsalze ab, verschlackt der Organismus – das geht ins Gewicht, ruiniert die Figur und die Gesundheit.
Worauf zu achten ist

Um das Muskeltraining so effizient wie möglich zu gestalten und dabei nicht an den Konsequenzen der Übersäuerung zu scheitern, sollten generell die eigenen Lebens- und Ernährungsweisen auf den Prüfstand gestellt werden. Eine säurelastige, vitalstoffarme Ernährung – bestehend aus zu viel Fastfood und Genussmitteln – verweist einen rasch in die Grenzen des Machbaren.

„Mit präventiver basenbildender Ernährung (bringt „Treibstoff und Öl für den Motor“), anschließender basischer Entsäuerung („holt den Sand aus dem Getriebe“) und effektiver Regeneration können diese Grenzen in Richtung Leistungsoptimierung und -steigerung verschoben werden“, weiß Jentschura. Er rät daher, den Körper vor dem Sport mit vitalstoffreichen, komplexen Kohlenhydraten in Kombination mit omnimolekularen, pflanzlichen Lebensmitteln basenbildend zu versorgen und nach der sportlichen Aktivität mit basischen Voll- und Fußbädern, Sauna und Dampfbad oder anderen basischen Anwendungen aktiv zu entsäuern und gezielt zu regenerieren.

Um die Leistungsfähigkeit nachhaltig zu steigern und auch für eine gute Figur, empfiehlt er, regelmäßig eine Entschlackung durchzuführen.