Der große Diät-Check – Das 5:2-Prinzip

DIE THEORIE

Dies ist die populärste Abspeck-Diät. Du nimmst dabei an zwei Tagen die Woche 600 Kalorien zu dir. An den anderen ­fünf Tagen ernährst du dich wie gewohnt. Diese Methode soll die Fettverbrennung unterstützen. Zu diesem Zweck wird ein niedriger Insulinspiegel herbeige­führt, der sich eine Zeitlang nach der Nahrungsaufnahme einstellt. Es gibt auch einige wissenschaftliche Belege da­für, dass diese kurzen „Hunger-“ oder Fastenperioden denselben Schutz vor Demenz und Krebs bieten wie eine extremere Kalorieneinschränkung – allerdings ohne die unangenehmen Begleiterscheinungen.

­WISSENSCHAFTLICHE BELEGE

Prädikat „vielversprechend, aber noch nicht komplett erforscht“. In Studien an Mäusen hat sich gezeigt, dass das Fasten gefolgt von einer gesteigerten Nahrungszufuhr eine Gewichtsreduktionbewirken kann. Der Effekt stellte sich sogar dann ein, wenn die Mäuse insgesamt dieselbe Menge an Kalorien zu sich nahmen wie gewohnt. Zudem gibt es mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass das Fasten helfen kann, den Heißhunger in Schach zu halten – darunter auch eine Studie zu diesem Thema aus dem Jahr 2007. Die Versuche an den Mäusen konnten noch nicht bei groß angelegten Untersuchungen am Menschen repliziert werden. Es gibt da­für aber mehrere Forscher auf diesem Gebiet, die unterschiedliche Abwandlungen des Prinzips an sich selbst austesten – was ja auch bereits eine gewisse Aussagekraft hat.

­VORTEILE

Diese Diät ist auf jeden Fall unkompliziert. Wenn dir eine Tasse Tee am Morgen reicht, um produktiv zu arbeiten, hast du schon eine Mahlzeit weniger, über die du dir Gedanken machen musst. Anhänger der 5:2-Diät betonen immer wieder, wie einfach die Methode durchzuhalten ist. Der Heißhunger wird nur selten zum Problem. Außerdem gibt es keine Lebensmittelgruppen, die vom Speiseplan gestrichen werden müssten.

­NACHTEILE

Diese Diät kann dazu verleiten, an fastenfreien Tagen Junkfood zu essen. Einigen Forscher zufolge sind zudem andere Fastenmethoden effektiver, darunter die 16:8-Diät. Dabei wird die tägliche Lebensmittelzufuhr auf ein 8-Stunden-Fenster beschränkt. Solche Fastensysteme sollen dem Körper mehr Struktur geben und auf gesundheitlicher Ebene mehr bringen, wie es heißt.

URTEIL DER EXPERTIN

„Diese Diät ist für die meisten Menschen absolut machbar, weil es dabei nie lange Hungerphasen gibt. Wenn du zum Beispiel am Diättag Lust auf Schokoladenkuchen bekommst, musst du nur bis zum nächsten Tag warten. Das Ganze ist also im Vergleich zu anderen Diäten sehr gut durchzuhalten“, sagt die Ernährungsexpertin Shona Wilkinson. „Du drückst dabei sozusagen zwischendurch immer wieder auf Reset. Der Fastentag hilft dir, die Portionsgrößen unter Kontrolle zu behalten und nicht das Gef­ühl ­für den tatsächlichen Tag hinweg zu verlieren. Der Nachteil ist, dass du hierbei anders als bei anderen Ansätzen nichts dazulernst, was die gesunde Ernährung angeht.“

 

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Bis dahin: stay fit & healthy!