Der große Diät-Check – Low Carb

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DIE THEORIE

Der Stoffwechsel kann sich gut anpassen. Besteht die Ernährung hauptsächlich aus stärkehaltigen Kohlenhydraten (KH), gewöhnt sich der Körper daran, sie als Hauptenergiequelle zu verwenden. Der Organismus kann zwar zur Glukoseherstellung auch andere Quellen verwenden. Wenn das aber nicht notwendig ist, greift er auch nicht darauf zurück. Du musst daher nur lang genug auf KH verzichten. Wenn du dann ausreichend Eiweiß und Fett zu dir nimmst, nutzt der Körper stattdessen diese beiden Energiequellen. Dein Körper wird dadurch zur effektiveren Fettverbrennungsmaschine. Dabei leistest du gleichzeitig hohen Insulinwerten (und im besten Fall auch dem Heißhunger) Vorschub.

­WISSENSCHAFTLICHE BELEGE

Die Studienlage ist ziemlich eindeutig. Eine Metaanalyse von 17 unterschiedlichen klinischen Versuchen gelangte zu dem Ergebnis: Die Low-Carb-Diät schlägt die fettarme Diät, was die Gewichtsreduktion und das Risiko von Herz-Kreislauf- Erkrankungen angeht. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass die Low-Carb-Diät den Diabetes Typ 2 verhindern oder sogar rückgängig machen kann.

­VORTEILE

Es gibt möglicherweise zusätzlich zu den oben genannten Effekten noch weitere Vorteile. So deuten einige Studien darauf hin, dass bestimmte Moleküle namens Ketonkörper einige natürliche Alterungsprozesse bremsen können. Die Ketonkörper entstehen im Zuge einer Ernährung mit sehr niedrigem KH-Anteil. Die Diät selbst ist zudem ziemlich flexibel. So empfehlen beispielsweise viele Ernährungswissenschaftler, die KH-Zufuhr auf die Workouts abzustimmen und vor allem direkt vor und nach dem Training darauf zurückzugreifen. So steht dem Körper bei Bedarf ein schneller Energielieferant zur Ver­fügung.

­NACHTEILE

Zumindest in der ersten Zeit ist die Low- Carb-Diät nur schwer durchzuhalten. Der Körper wird sich zu Beginn erst einmal gegen die Umstellung wehren und schnell ver­fügbare Energie einfordern.

­ URTEIL DER EXPERTIN

„Kohlenhydrate werden heutzutage vielerorts schlechtgeredet. Dabei spielen sie eine wichtige Rolle f­ür unser Wohlbef­inden und f­ürs Zellwachstum“, so Hinchcliffe. „Aber eigentlich geht es einfach nur darum, den eigenen Bedarf sauber zu berechnen und die Zufuhr entsprechend anzupassen. Bist du zum Beispiel Ausdauersportler? Gehst du regelmäßig ins Fitness-Studio, oder bist du ein Mann im mittleren Alter, der den Großteil seiner Zeit im Sitzen verbringt? Ich sage immer: dein Körper, deine Ernährung, deine Verantwortung.“

 

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Bis dahin: stay fit & healthy!