DIE AMINO-REVOLUTION: Fit mit dem Grundbaustein der Muskulatur

Seien wir ehrlich: Tief in uns drin träumen wir alle von der magischen Pille, dem Wundermittel, das uns hilft, Muskeln aufzubauen, gleichzeitig Fett zu verbrennen und so unsere FitnessZiele schneller und einfacher zu erreichen. Es gibt tausende Sport-Nahrungsergänzungen, doch von den wenigsten ist die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt. Und diejenigen, die funktionieren, tun dies häufig nur aufgrund des sogenannten Placebo-Effekts. Auf ein Muskelaufbau-Supplement schwören Experten und Nutzer jedoch gleichermaßen: Aminosäuren.

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Noch mal ein kurzer Überblick über die Grundlagen: Muskelgewebe wird aus Proteinen hergestellt und besteht aus einzelnen Muskelfasern, die wiederum aus langen Ketten Aminosäure-Molekülen
bestehen. Insgesamt gibt es 20 verschiedene Aminosäuren, aus denen Protein gebildet wird. Unser Körper kann elf Stück davon selbst herstellen, die sogenannten nicht-essentiellen Aminosäuren.
Die übrigen neun, die essentiellen Aminosäuren (EAAs), nehmen wir über unsere Nahrung zu uns. Wenn du dir ein fettes Steak reinhaust (oder ein paar Edamame-Schoten, falls du Veganer bist),
dann wird das darin enthaltene Protein in deinem Verdauungstrakt in Aminosäuren aufgespalten, die über das Blut in die Muskulatur gelangen, wo daraus neue Muskelfasern entstehen.
Im Training zerstörst du diese Muskelfasern mit kleinen Mikrorissen. 

Während der Regenerationsphase heilt der Muskel und wird mithilfe neuer Aminosäuren stärker wieder aufgebaut. Die Rechnung ist denkbar einfach: mehr Aminos = mehr Muskeln. Deshalb sind Amino-Drinks als Nahrungsergänzung so beliebt. Die kleinen Helfer sorgen nicht nur für mehr Muskelmasse. Nutzer berichten auch von mehr Energie in langen, anstrengenden Workouts und von kürzeren Regenerationszeiten.
Die Sportwissenschaft untersucht die Wirksamkeit von AminosäureSupplementen, insbesondere der sogenannten verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs) Leucin, Isoleucin und Valin, seit Jahrzehnten. Wirklich einig sind sich die Wissenschaftler aber nicht, was die Wirksamkeit der BCAAs anbelangt.
Eine Studie der Universität Charleston, die zum Ergebnis kam, BCAAs könnten während kalorien-reduzierter Diäten Muskelmasse erhalten, wurde beispielsweise von anderen Experten kritisiert,
weil die ermittelten Daten eine solche Schlussfolgerung gar nicht in vollem Maße stützen würden. Und tatsächlich revidierten die Autoren der Studie schließlich ihre Aussagen, mit dem Hinweis, noch weitere Belege für die These sammeln zu müssen. 

Auf der anderen Seite gibt es längst neue, vielversprechende Forschungsergebnisse. Glaubt man denen, könnten die guten alten BCAAs bald überholt sein. Robert Wolfe, Professor für Ernährungstherapie an der Medizinischen Universität von Arkansas (USA), hat seine Karriere voll und ganz der Amino-Erforschung gewidmet und nun endlich die perfekte Formel gefunden, das optimale Verhältnis essentieller Aminosäuren, mit dem sich bestmögliche Ergebnisse erzielen lassen.
„Anzahl und Qualität der Muskelfasern sind für den Zustand der Muskulatur entscheidend. Und die Einnahme von EAAs ist der effektivste Weg, Anzahl und Qualität der Muskelfasern positiv zu
beeinflussen“, so Wolfe. 

Wolfes Interesse für EAAs wurde schon früh in seiner Karriere geweckt, als er noch in einer Spezialabteilung für verbrannte Kinder in einem Krankenhaus der renommierten Harvard Medical School gearbeitet hat. Er fragte sich damals, wie er die oft bettlägerigen Patienten mithilfe gezielter Ernährungstherapie trotz massiv gebremsten Stoffwechsels beim Wiederaufbau von Muskulatur und Gewebe helfen könnte. Nach jahrzehntelanger Forschung und 23 klinischen Studien am Menschen hat Wolfe das perfekte Mischungsverhältnis der einzelnen EEAs für den Aufbau von Muskulatur und das Ausbremsen altersbedingten Muskelabbaus gefunden. Seine Amino-Rezeptur haben er und die Uni sich patentieren lassen, ein entsprechendes Produkt soll im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen.

Es ist die erste echte Innovation im Markt der Nahrungsergänzungen seit vielen, vielen Jahren.


BAHNBRECHEND: DIE NEUE AMINO-GENERATION
Nicht alle Nahrungsergänzungen bringen die erhoffte Wirkung.

Ein US-Forscher hat seine Karriere der Entwicklung eines Supplements gewidmet, das offenbar tatsächlich wirkt.
Deine Fähigkeit, an Kraft zuzulegen, lässt sich im Grunde auf eine ganz einfache Formel herun-terbrechen: Muskelaufbaugeschwindigkeit minus Muskelabbaugeschwindigkeit.

Das Ankurbeln der körpereigenen Proteinsynthese erhöht den ersten Wert und senkt den zweiten, ist also doppelt sinnvoll – aber leider gar nicht so einfach. Professor Robert Wolfe brauchte 17 Jahre und 20 Millionen US-Dollar Forschungsgelder, um das ideale Aminosäuren-Verhältnis zu finden, das dafür nötig ist.
Anders als BCAAs, die nur Leucin, Isoleucin und Valin enthalten, besteht Wolfes Mixtur aus 35 Prozent Leucin, 20 Prozent Lysin und 15 Prozent Valin. Fünf weitere Aminos machen die übrigen 30 Prozent
aus. Laut Wolfes Forschungsergebnissen kann mit seiner patentierten Mischung ein dreimal höherer Muskelzuwachs als mit Whey-Protein erzielt werden. Der Muskelaufbau wird damit sogar ohne Training
angekurbelt, was besonders für ältere, kranke oder verletzte Menschen eine tolle Nachricht ist.
Wolfe zufolge helfen seine Aminos nach anstrengenden Workouts auch bei der Regeneration. Im Training wird Muskelgewebe zerstört und die „Trümmer“ vom Körper größtenteils entsorgt, zum Teil
aber auch für den Aufbau neuen Gewebes genutzt. „EEAs sind der effektivste Weg, um eine solche Resynthese von Muskelgewebe zu stimulieren und den Regenerationsprozess zu beschleunigen“, so Wolfe.
Doch dem Professor geht es nicht in erster Linie um Kraftzuwachs oder Sportler im Fitness-Studio. Eine gesunde Muskulatur in angemessener Menge unterstützt den Körper bei alltäglichen Aufgaben
und verbessert so auf Dauer die Lebensqualität – von Kranken und Gesunden gleichermaßen.