Interview mit McFit Unternehmenssprecher Pierre Geisensetter

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In unserer Rubrik „Die Menschen hinter der Marke“ präsentieren wir Euch zukünftig die Köpfe, die hinter den starken Marken stehen, die unsere Branche bewegen. Den Anfang macht allerdings ein Mann dessen Funktion es notwendig macht, dass er sich auch mal nach vorne, also in den Fokus der Öffentlichkeit bewegt – gelernt ist nun mal gelernt. Wir haben mit Pierre Geisensetter gesprochen. Der frühere Fernsehmoderator ist heute Unternehmenssprecher von Europas  erfolgreichstem Fitnesskonzern McFIT.

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Fußball, Fitness, Leichtathletik: Pierres Leidenschaft zum Sport zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Nun hat er als Unternehmenssprecher von McFIT sein Hobby (erneut) zum Beruf gemacht. ©www.schmidphoto.com

Pierre Geisensetter hat sehr früh seine Leidenschaft für den Sport entdeckt. Geboren Anfang der 70er Jahre in Thüringen war er durchaus keine alltägliche Erscheinung. Pierre brachte bereits in jungen Jahren auch eine gewisse physische Präsenz mit und liebte es die Nachmittage auf den Bolzplätzen seiner Heimatstadt Kahla zu verbringen. Mit sieben Jahren trat er seinem ersten Fußballverein bei. Sein damaliger Trainer steckte ihn ins Tor. Für einen Jungen mit seinem Bewegungsdrang ein unmöglicher Zustand. Der neue Coach ließ ihn spielen und für die nächsten zwölf Jahre durfte er als Stürmer ans Leder kicken. Nach dem Umzug ins Vogtland kam er im Alter von neun Jahren ins Trainingszentrum Leichtathletik und landete regelmäßig bei den Spartakiaden in seiner Region auf den vorderen Plätzen. Dreisprung, Weitsprung und 100m – das waren seine Disziplinen. Im Alter von neunzehn Jahren zog er nach Nürnberg und mit dem Beginn des Studiums musste ein Nebenjob her. Er hatte die Wahl zwischen Barmann und Fitnesstrainer – entschied sich für Letzteres und absolvierte eine Trainerausbildung. Seitdem ist das Gym sein zweites Zuhause und über einige Umwege ist das Thema Fitness heute sogar zentrales Element seines Jobs.

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Breit wie ein Kleiderschrank! Pierre war schon immer eine starke Erscheinung. ©www.schmidphoto.com

Du hast die Stellenausschreibung als Unternehmenssprecher bei McFIT gesehen, dich initiativ beworben und es hat geklappt. War es so einfach?

Ganz so einfach war es nicht, aber die Geschichte stimmt. Ich habe die Stellenausschreibung gelesen, habe mich dann beworben. Bei meinem ersten Besuch im Berliner Creative Office war ich sehr überrascht wie cool das Büro aussah. Ich hatte es mir ganz anders vorgestellt. Das geht übrigens auch vielen Gästen so, die ich heute hier begrüße. Ich hatte auch direkt ein ganz besonderes Miteinander zwischen den Kollegen wahrgenommen und mich auf Anhieb wohl gefühlt. Dennoch hat es noch ca. ein halbes Jahr gedauert bis ich den Posten antreten konnte. Wir haben uns vor meinem ersten Tag ausgiebig beschnuppert, immerhin hatte ich acht Jahre lang einen tollen Job als ZDF-Moderator bei „Leute heute“, liebe Kollegen und dort auch einen neuen Vertrag auf den Tisch. Auf der anderen Seite hatte auch McFIT schon einige Bewerber gesehen. Wir wollten beide jedenfalls mit einem guten Gefühl in die gemeinsame Zusammenarbeit starten und das ist uns gelungen.

 

War das ein schwerer Schritt für Dich?

Naja, wie Man es nimmt – neu war für mich nicht nur die Aufgabe oder das Unternehmen, sondern auch die Stadt. Aus dem gemütlichen Nürnberg ins doch recht aufregende Berlin erschien mir Anfangs nicht ohne. Ich habe dann schnell gemerkt, dass diese Sorgen unbegründet waren, weil auch Berlin sehr ruhig sein kann und es die Hauptstadt seinen Zugezogenen wirklich leicht macht. Ich bin immer noch regelmäßig in Nürnberg. Ich habe die Stadt im Laufe der zwanzig Jahre, die ich dort verbracht habe, einfach ins Herz geschlossen, ich mag die Franken und vor allem bin ich dort durch meine Mutter und meine erwachsene Tochter auch familiär angebunden. Berlin ist allerdings so faszinierend vielfältig, dass die Stadt mehr und mehr zu meiner Heimat wird.

 

Was hat sich denn beruflich für Dich verändert?

Hm, also ich habe wieder tolle und sympathische Kollegen dazugewonnen, ein fantastisches Team auf das ich mich immer verlassen kann und ich spreche immer mal wieder vor Kameras. Es hat den Anschein, dass sich eigentlich recht wenig verändert hat, aber dem ist natürlich nicht so. Das Thema, welches mich jetzt umgibt, begleitet mich gefühlt mein ganzes Leben, das gibt mir zwar eine gewisse Grundsicherheit, aber sehr viel war und ist neu für mich.

 

Was denn genau?

Der ganze Arbeitsalltag hat sich verändert. Wir sind ein Team von sieben Leuten in der PR- und Kommunikationsabteilung. Wir betreuen die sechs Marken der McFIT-Unternehmensgruppe. Für unsere McFIT MODELS spricht die Geschäftsführerin und Expertin im Modelbusiness Anja Tillack, für die anderen Marken spreche ich. Meine Aufgabe ist es, alle unternehmensrelevanten Inhalte nach außen zu kommunizieren. Ich fungiere sozusagen als Zitatgeber, habe aber auch einen ganz normalen Büroalltag. Ich bin in laufende Projekte involviert, treffe Partner oder mache Lobbyarbeit. Alles in enger Abstimmung mit dem PR- und Kommunikationsteam und anderen Abteilungen.

 

Du hattest ja dieses bunte Fernsehleben. Ist Dir die Umstellung Richtung Büroalltag nicht auch schwer gefallen?

Nicht wirklich – ich hatte mich vielmehr darauf gefreut. Auch bei meinem Job als Fernsehmoderator gab es einen Studioalltag an den ich mich im Laufe der Jahre gewöhnt hatte. Die Geschichten der Promis, über die wir in der Sendung berichtet hatten, waren zugegeben auch ziemlich bunt, aber im Studio selbst ging es routiniert zur Sache. Nach 15 Jahren Fernsehen ist für mich nun vor allem die Welt der Kommunikation neu und aufregend. Schon allein unser Creative Office hat nichts mit einem grauen, langweiligen Büro zu tun, dann sind die Themen auch spannend – es geht um Lifestyle und Sport. Diese Lebendigkeit überträgt sich irgendwie auch auf die Arbeit. Selbst unsere Unternehmenskultur ist so gestrickt, dass das Miteinander nicht gewöhnlich wird. Wir sind wie ein großes Team, eine Mannschaft und leben das auch über unsere Arbeit hinaus. Es gibt jede Menge Mitarbeiter-Events, man trifft sich gerne in der Freizeit oder geht gemeinsam ins Studio trainieren.

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©www.schmidphoto.com

Wie groß waren denn Deine Befürchtungen, dass die neuen Kollegen Dir durchaus mit Vorsicht begegnen, weil sie Dich aus dem Fernsehen kennen?

Naja, ich glaube, das ist erstmal ganz normal. Es muss nicht direkt Ablehnung sein, aber es ist doch ein menschlicher Zug, dass die Kollegen genauer hingucken, wenn ein „Promi“ ins Unternehmen kommt, und sich die Frage stellen, was er überhaupt mitbringt. Damit habe ich aber kein Problem, weil ich das genau so machen würde. Skepsis ist natürlich berechtigt, Ablehnung habe ich allerdings keinerlei erfahren und heute nach 15 Monaten im Unternehmen ist das gar kein Thema mehr.

 

Wie ist denn der Entschluss in Dir gereift um Dich beruflich zu verändern? War McFIT direkt Deine erste Wahl für diesen Schritt?

Abgezeichnet hatte sich ein späterer Berufswechsel ehrlicherweise bereits in den ersten Jahren. Ich hatte früh gemerkt, dass ich Autogramme geben befremdlich finde und an roten Teppichenlieber arbeite als selbst darüber zu laufen. Wenn man so tickt, dann ist ein Job im Rampenlicht nicht zwangsläufig das Richtige auf Dauer. Im Laufe der Zeit wurde meine innere Stimme auch immer lauter: ‚Mensch, jetzt wirst du immer älter. Mit Mitte 50 musst du vielleicht nicht mehr anfangen, einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen.Es war einfach der richtige Moment. Der Werdegang von Regierungssprecher Steffen Seibert, der früher ebenfalls als ZDF-Moderator vor der Kamera stand, hatte mich zusätzlich inspiriert in Richtung Sprecher zu gehen. Aber es musste ein zu meiner Persönlichkeit passendes Unternehmen sein. Bei McFIT geht es im Kern genau um die Themen, die mich mein Leben lang begleitet haben. Bei einem Hersteller für Lockenwickler würde ich mich wohl schwerer tun.

 

Welche waren denn Deine bisherigen Highlights bei McFIT?

Der Launch unserer Functional Training Studiokette HIGH5 und vor allem der Blick in die begeisterten Gesichter der Mitglieder nach Eröffnung. Das Presse-Event zum Grand Opening der WORLD OF CYBEROBICS® am Berliner Alexanderplatz mit Hollywoodstar Kate Hudson, Fitnesslegende David Kirsch und Pilates-Queen Barbara Becker. Wirklich unvergessen bleiben die aufwendigen Dreharbeiten für CYBEROBICS® in Kalifornien und Miami, die ich PR-seitig begleiten durfte. Ich liebe das Kino, die USA als Reiseland und dort vor allem den körperbewussten Lifestyle in Los Angeles.

 

Mal abgesehen von diesen Highlights, was gefällt Dir sonst an dem Unternehmen McFIT?

In der Fitnessbranche tangieren diverse Trends, egal ob allgemeiner Fitnesstrend, Healthy-Living oder Trainingsunterstützung. Wir haben die fähigsten Leute in unserem Unternehmen, die dafür sorgen, dass wir Trends nicht einfach folgen, sondern selbst Trends setzen. So ist beispielsweise bei McFIT auch HOME OF FITNESS entstanden, ein modulares Trainingskonzept. So haben wir mit HIGH5 dem Trend Functional Training eine würdige Heimat gegeben und CYBEROBICS® als neue Dimension des virtuellen Kurstrainings ins Leben gerufen. Es ist immer spannend und bald dürft ihr Euch auf die nächste Überraschung aus dem Hause McFIT freuen.

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©www.schmidphoto.com

 

McFIT ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern europaweit führend. Welche Rolle spielen die Mitglieder für Euch?

Die Wichtigste. Wir sind durch sie zum Beispiel auch Europas größte Sportmodelagentur und können damit die Erfolge unserer Mitglieder sichtbar machen. Hinter jedem Mitglied steckt nämlich eine Geschichte, die wir erzählen können. Das ist ein Kreislauf über verschiedene Angebote und Marken bei McFIT: unsere Studios (HIGH5, McFIT), LOOX unsere kostenlose Trainings-App, Qi2 als hochwertige Nahrungsergänzungsmittel und als lohnenswertes Ziel steht unseren Mitgliedern die McFIT Model-Agentur offen. Ein toller Mehrwert für alle, die sich für McFIT entscheiden.

 

Wie schaffst Du es Dein Training in den Arbeitsalltag zu integrieren?

Bei allem Neuen, ist Eines gleich geblieben – an meinem regelmäßigen Training halte ich fest. Egal ob vor der Arbeit, in der Mittagspause, nach Feierabend, in Berlin, Nürnberg, mit Trainingspartnern oder ohne – mindestens fünf Mal in der Woche zu trainieren ist mein Ziel. Die Öffnungszeiten und Studiodichte von McFIT kommen mir da sehr entgegen. Wegen den langen Tagen war es aber ehrlicherweise anfangs nicht so einfach den wöchentlichen Rhythmus zu finden, umso mehr genieße ich es am Wochenende ohne Zeitdruck zu trainieren.

 

Wie genau schaut Dein Training aus?

Ich mache Split Training. Variiere dabei viele Geräte und Übungen. Meistens große und kleine Muskelgruppen kombiniert. Bei der Auswahl der Geräte bin ich recht flexibel. Richte mich auch gerne mal nach Trainingspartnern oder meiner Tagesform. Das gilt auch für`s Gewicht, obwohl ich schon sehr gerne schweres Eisen bewege. Ich setze auch neben Freihanteltraining und Geräten viel auf Übungen aus dem funktionellen Bereich. Ich mag zum Beispiel die Battling Ropes sehr gerne um den Puls nach oben zu treiben. Ab und an ist auch Schlingentraining drin. Meine Cardio-Einheiten sind kurz, aber intensiv. Ich mag den Stairmaster am liebsten. Es darf eben nie langweilig werden. Ich empfehle auch immer andere Sportarten mit ins Training zu integrieren – Boxen ist mein Favorit. Ich komme recht selten dazu, aber habe jedes Mal irre viel Spaß am Sandsack oder bei der Arbeit mit den Pratzen. Ich habe übrigens auch eine Fitness-Trainerlizenz und auf Basis dieser und meiner Erfahrung einen gut umsetzbaren Trainingsplan („Fit in den Sommer“) in unserer LOOX App hinterlegt.

 

Zu guter Letzt – bist Du in der Branche angekommen und wo siehst Du Dich in Zukunft?

„Angekommen” ist ein so großes Wort und Zukunftsprognosen sind nicht mein Ding. Ich bemühe mich auf jeden Fall, meinen Platz zu finden und möchte im Hier und Jetzt mein Bestes geben.

 

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McFIT – Europas erfolgreichstes Fitnessunternehmen im Profil

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McFIT ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern Europas Nummer 1 in der Fitnessbranche. Seit 1997 hat das Unternehmen insgesamt über 240 Studios in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien und Polen eröffnet. Diese stehen den Mitgliedern mehrheitlich zu einem Monatspreis von 19,90 Euro zur Verfügung – im deutschsprachigen Raum sogar 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr. Mit einem Gespür für Trends und einem festen Willen etwas zu bewegen, hat sich McFIT zum europäischen Marktführer entwickelt. Seit 2012 begeistert das Unternehmen mit der modularen Trainingswelt HOME OF FITNESS. Musik, Design, Bilder und Medien machen das Training zum ganzheitlichen Erlebnis und motivieren die Mitglieder zusätzlich, ihre Ziele zu erreichen. McFIT – das sind inspirierende Ideen und innovative Produkte, mit denen das Unternehmen seinen Markenkern „sportliche Attraktivität“ in weiteren fünf Partnerunternehmen konsequent fortsetzt und weiter ausbaut: Qi² bietet die hochwertige ergänzende Sporternährung, die LOOX Fitness Planer App sorgt für den perfekten Trainingsplan von über 100 Experten, die McFIT MODELS greifen auf das Model- und Fitnesspotenzial von 1,4 Millionen Mitgliedern zurück, mit High5 wurde eine komplett neue Fitnesskette mit einem eigenen Studiokonzept und Fokus auf das Functional Training entwickelt und CYBEROBICS® bietet die neue Dimension des virtuellen Kurstrainings. Noch vor dem 20jährigen Jubiläum des Unternehmens im nächsten Jahr wird der erfolgreiche Konzern in Kürze mit der nächsten Revolution im Bereich Studiokonzeption überraschen. [/su_box]