„ICH WOLLTE SCHON IMMER GANZ GROSS RAUSKOMMEN, WUSSTE NUR NIE GENAU, WIE ICH DAS ANSTELLEN SOLLTE. BIS ICH DANN ZUM KAMPFSPORT GEKOMMEN BIN!“

Mit nur 22 Jahren hat es das aufstrebende UFC-Sternchen Paige VanZant sowohl im Kampfsport- Käfig als auch abseits davon bereits zu einigem Ruhm gebracht. Und die blonde Powerfrau ist noch lange nicht fertig.

Wenn man Paige VanZant außerhalb des „Octagon“ genannten Wettkampfkäfigs der UFC trifft,  möchte man sie am liebsten in den Arm nehmen, so liebenswürdig ist die bildhübsche Blondine. In den Käfig steigen sollte man mit ihr aber definitiv nicht. Das Kampfsportgirl aus Sacramento ist zwar nur 1,63 Meter groß, besitzt ein Kampfgewicht von gerade einmal 52 Kilo (Strohgewicht), verfügt aber über brutale Kicks, furchterregendeAufgabegriffe und eine beeindruckende Bilanz von fünf  Siegen in sieben Kämpfen – zwei davon durch Knock-out, zwei durch Aufgabe. Als ihr Vater sie eines Tages in das örtliche Kampfsport-Gym mitnahm, wurde die frühere Cheerleaderin und Tänzerin mit dem Mixed-Martial-Arts-Virus infiziert. Mit 18 bestritt sie ihren ersten Amateurkampf, den sie nach 50 Sekunden gewann. Nur zwei Monate darauf, im Juni 2012, wagte sie den Sprung ins Profilager und bestritt im November 2014 schließlich ihren ersten Fight in der UFC. Im Dezember vergangenen Jahres musste Paige gegen Rose Najunas eine vernichtende Niederlage einstecken, doch „12 Gauge“ (deutsch: Kaliber 12), so ihr Kampfname, kehrte 2016 stärker und erfolgreicher denn je zurück. Erst belegte sie den zweiten Platz in der US-Version von „Let’s Dance“, dann besiegte sie die bis dato ungeschlagene Australierin Bec Rawlings im August mit einem Highkick und harten Folgetreffern durch technischen K.o.. Doch obwohl sie mit ihrer Teilnahme bei „Let’s Dance“ einen ersten Schritt vom Käfig auf die Leinwand getan hat, möchte Paige nach eigener Aussage nicht in die Fußstapfen von UFC-Megastar Ronda Rousey treten, die sich inzwischen auch in Hollywoods Filmbranche etablieren konnte: „Ich gehe meinen eigenen Weg und werde jede Chance nutzen, die sich mir bietet – solange sich alles mit meiner Karriere als Kämpferin verträgt.“ Sie sagte sogar eine Rolle im „Kickboxer“-Remake „Die Vergeltung“ ab, um sich bestmöglich auf den Fight gegen Rawlings vorbereiten zu können.

FIT FÜR DEN FIGHT

Sechs Wochen vor einem Kampf beginnt Paige, im berühmten Team Alpha Male zu trainieren, wobei sie vor allem an ihrer Technik feilt. Sie hält sich außerdem mit CrossFit in Form und liebt Kniebeuge, Reißen und Stoßen. „Ich bin ein extremer Typ und trainiere gerne hart“, sagt sie. Zwei Wochen vor dem Kampf liegt der Fokus dann vor allem auf Ausdauertraining, Laufen und kampfspezifischen Bewegungsabläufen.

PSYCHOLOGISCHE KRIEGSFÜHRUNG

Eine von Paiges wichtigsten Waffen ist ihre mentale Stärke. „Es gewinnt nicht immer der bessere Kämpfer, sondern der mit der stärksten Psyche“, sagt sie. „Natürlich sollte man Respekt vor seinem Gegner haben. Trotzdem muss man mit der Gewissheit in den Käfig steigen, ihn zu besiegen – da kann die Technik der Visualisierung sehr hilfreich sein. Ich stelle mir immer vor, wie ich den Kampf gewinne, mich aus brenzligen Situationen befreie, usw.“ Dabei spielt auch ihre tiefreligiöse Überzeugung eine große Rolle. „Immer wenn ich einen neuen Kampf annehme, bete ich dafür, dass mein Trainingslager gut verläuft, ich alles im Training geben und das beste aus dieser Chance machen kann“, so Paige. „Vor jedem Kampf bete ich zum lieben Gott, dass er mich und meine Gegnerin beschützt – und natürlich, dass ich gewinne.“

Auch der Rückhalt in ihrer Familie hilft ihr, den harten Alltag als Profikämpferin zu bestehen. „Meine Eltern unterstützen mich total“, sagt sie. „Sie haben eine Menge für mich und meine Karriere aufgegeben und sind einer der Hauptgründe dafür, dass ich heute so erfolgreich bin. Ich bin wirklich nur von großartigen Menschen umgeben.“ Während ihre UFC-Karriere weiter wächst und gedeiht, hält sich Paige eine Hintertür offen: „Ich bekomme zur Zeit eine Menge interessante Angebote für viele spannende Engagements. Die werde ich wahrnehmen, so lange ich immer noch genug Zeit für mein Training habe.“, sagt sie. „Ich glaube fest daran, dass ich in allem, was ich tue, erfolgreich sein kann!“

 

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Bis dahin: stay fit & healthy!