Kleine Schritte, große Ziele

Wenn du es richtig angehst, ist es ganz einfach, deine Fitnessziele zu erreichen – meint der Trainer Adam Gethin.

Wo soll man anfangen, wenn man richtig fit aussehen möchte?

Alle, die große Erfolge über Nacht erwarten, muss ich leider enttäuschen. Drastische Änderungen der Körperform brauchen ihre Zeit. Die gute Nachricht ist aber: Das Vorhaben ist gut in die Tat umzusetzen, wenn du dir ein realistisches und doch ambitioniertes Ziel setzt. Außerdem ist es sinnvoll, sich diesem Ziel Schritt für Schritt mittels kleiner überschaubarer Etappen zu nähern. Dadurch hast du das Gefühl, dich ständig weiterzuentwickeln. So bleibst du motiviert und hast den nötigen Drive, dich immer wieder aufs Neue zu fordern.

 

Wie sieht der erste Schritt aus?

Um erfolgreich zu sein, musst du mit der richtigen Einstellung herangehen. Überleg dir also, was genau du erreichen möchtest. Setz dir dann kleine wöchentliche Etappenziele. Als Nächstes musst du an deinen schlechten Angewohnheiten arbeiten. Schau dir deine Ernährung, deinen Trainingsplan und deine Ergänzungsmittel an, um hundertprozentig zu wissen, was zu tun ist.

 

Wie sorge ich dafür, dass ich mich auch an den Plan halte?

Ein Trainingstagebuch ist Pflicht. Damit kannst du die Gewichte, Sätze und Wiederholungen jedes Workouts festhalten. Außerdem kannst du damit auch protokollieren, wie du dich am jeweiligen Tag fühlst. Das hält dich nicht nur in der Spur, sondern gibt dir auch die Richtung für die jeweils nächste Trainingseinheit vor. Dazu kommt dann noch der Wettkampfcharakter, den deine Einheiten dadurch bekommen: Der Vergleich mit deinen eigenen Leistungen spornt dich dazu an, bei jedem Workout mehr aufzulegen. Dieses Prinzip wird als Periodisierung bezeichnet. Es ist der Schlüssel zu mehr Kraft und Fitness. Ein oft unterschätztes aber genauso wichtiges Hilfsmittel ist das Ernährungstagebuch. Daneben solltest du Fotos machen und Messungen vornehmen, um deine Fortschritte mitzuverfolgen.

 

Sind die Messungen und Fotos wirklich nötig?

Ja, beides ist wirklich wichtig. Die Werte und Bilder verraten dir auf einen Blick, ob die Ernährung und das Trainingsprogramm anschlagen. Du solltest immer am selben Wochentag fotografieren und messen, damit das Protokoll auch aussagekräftig ist.

 

Kann ich mich nicht nur auf die Waage verlassen?

Nein, das ist ein weitverbreiteter Fehler. Was immer deine Ziele sind: Das Gewicht ist kein verlässlicher Indikator für deine Fortschritte. Stell dir beispielsweise vor, du verbrennst Fett, baust dafür aber Muskelmasse auf. Dann sagt dir die Waage möglicherweise, dass du zugenommen hast – obwohl du ohne T-Shirt bedeutend fitter aussiehst als zuvor. Die reine Gewichtsmessung führt für sich allein genommen oft zu einer Fehlinterpretation der sportlichen Entwicklung.

 

„Ein Trainingstagebuch ist Pflicht. Darin hältst du die Gewichte, Sätze und Wiederholungen der einzelnen Workouts fest.“

 

Gibt es irgendwelche Geheimtipps, die mir bei meinen Zielen helfen?

Du darfst dich nicht überfordern. Wenn du müde bist oder keinen Spaß am Training hast, schalte einen Gang runter und mach eine Pause. Zu viel Training ist genauso schlecht wie zu wenig. Es ist ganz wichtig, dass du den Sport genießt. Nur so erhältst du dir die Motivation und Entschlossenheit, um deinen Plan bis zum Ende durchzuziehen. Nach der Auszeit solltest du dich wieder auf dein Trainings- und Ernährungstagebuch besinnen. Und denk daran: Jeder kleine Schritt bringt dich deinem Ziel ein Stück näher.