Knuspriges Geflügel – der perfekte Braten

Mit diesen Expertentipps wird der Truthahn zum perfekten Braten.

Die folgenden Tipps stammen vom französischen Chefkoch Jean-Christophe Novelli, der bereits fünf kulinarische Auszeichnungen erhalten hat und mittlerweile seine eigene Akademie unterhält.

 

 

 

Schlegel entfernen

Truthahnkeulen brauchen mitunter doppelt so lange wie das restliche Fleisch. Daher sollten sie am Vorabend vom Rumpf getrennt und pochiert werden. Dazu die Schlegel 10 Minuten lang aufkochen und im Anschluss 50 Minuten köcheln lassen. Dann das Fleisch abdecken und über Nacht in den Kühlschrank legen. Sie können dann am nächsten Tag nach der Hälfte der Garzeit wieder zum Truthahnbraten gegeben werden.

 

Einlegen und würzen

Durch das Marinieren am Tag vor dem Kochen entfaltet sich der volle Geschmack. Hierfür 4 bis 5 TL Rapsöl über den Truthahn geben und das Fleisch mit schwarzem Pfeffer und einer beliebigen Auswahl frischer Kräuter und Gewürze wie Thymian, Salbei, Rosmarin, Paprika, Kreuzkümmel, Cayenne-Pfeffer, Muskatnuss und Zimt abschmecken.

 

Vorbereiten

Den Truthahn eine Stunde vor dem Kochen aus dem Kühlschrank nehmen, damit er schon einmal Raumtemperatur hat. Er lässt sich dann besser kochen. Als Behälter sollten Sie lieber einen Bräter aus Keramik anstatt aus Aluminium verwenden, damit das Geflügel nicht von unten anbrennt..

 

Mit Rapsöl übergießen

Um die Konzentration der gesättigten Fettsäuren niedrig zu halten, sollte die Haut vor dem Braten mit Rapsöl statt mit Butter oder Olivenöl übergossen oder bestrichen werden. Rapsöl enthält nur 4 Gramm gesättigte Fettsäuren pro 100 Gramm, Olivenöl hingegen 14 und Butter über 50 Gramm.

 

Feucht halten

Der Ofen sollte auf mindestens 180 Grad vorgeheizt sein, wenn der Truthahn hineingeschoben wird. Nach 20 bis 30 Minuten kann er auf 140 bis 150 Grad zurückgedreht werden. Nehmen Sie mit einem Teelöffel alle 15 bis 20 Minuten das Öl aus dem Bräter auf, um es über den Braten zu gießen. Das hilft, dem Austrocknen des Fleischs vorzubeugen.

 

Perfekt timen

Wie lange das Geflügel wirklich braucht, hängt von seiner Größe ab und davon, ob es frisch oder tiefgefroren war. Auch die Stärke des Herdes spielt eine Rolle. Die beste Art zu überprüfen, ob das Fleisch durch ist: Ein Stich mit dem Messer in die Brustpartie. Wenn klarer Saft heraustritt, ist der Braten fertig.