Laufen im Gelände

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Du musst nicht hunderte von Meilen – wie Ultramarathon-Läufer Dean Karnazes – laufen, um die körperlichen Vorteile des Joggens im Gelände zu ernten. Auch ein kurzer Trip auf schmalem Kiesweg, auf der Finnenbahn oder einfach im Park um die Ecke, kann ganze Wunder vollbringen. Nicht nur die frische Luft und der wertvolle Vitamin-D-Lieferant am Himmelszelt machen dies zu einem Erlebnis. Das Laufabenteuer in der Natur spricht deine Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder ganz anders an, als die stumpfe „Bein-nach-vorne-Repetition“ auf dem Laufband. Du denkst vielleicht, dass das Laufen nur deinen kardiovaskulären Motor auf Vordermann bringt – weit gefehlt! Es trainiert ebenfalls deinen Quadriceps (also deine vordere Oberschenkelmuskulatur), deine Gesäß- und Wadenmuskeln sowie deinen Rumpf. Außerdem verbesserst du deine Balance und Tiefensensibilität (die Fähigkeit deines Körpers sich in seiner Umgebung zurechtzufinden). Diese Vorteile lassen sich auf fast alle Sportarten übertragen.

Wie mit jedem Trainingsprogramm solltest du es aber langsam angehen. Wenn du gerade erst anfängst im Gelände zu laufen, solltest du mit einer weichen, nicht so anspruchsvollen Route beginnen und dich zu den trickreicheren Terrains vorarbeiten. Dein Körper wird es dir danken!

Diese Muskelgruppen wirst du beim Laufen im Gelände zu ungeahnten Leistungen emporheben:

Rumpf: Er muss dich das ganze Laufen über stabilisieren, dies wird durch Unebenheiten zusätzlich gefördert.

Vorderer Oberschenkel: Abstoßen und Abbremsen – dein vorderer Oberschenkel muss hart arbeiten und dies wirst du spüren!

Gesäßmuskulatur: Beim Bergauf-Laufen und dem Überwinden von Hindernissen muss dein Gesäß ganze Arbeit leisten und schon bald wirst du ein Heck aus Stahl haben.

Waden: Deine Waden sind elementarer Bestandteil deiner Fortbewegung und sind bei jedem Schritt, den du vollziehst, beteiligt.

Bindegewebe: Die ständige Stabilisation deines Körpers verlangt den Sehnen und Bändern um deine Fußknöchel, Knie und Hüftgelenke einiges ab und stärkt sie.

Gelenke: Der etwas nachgebende Untergrund von Wanderwegen, Gras und Sand ist freundlicher zu deinen Gelenken, als der Pflasterstein. Eine ideale Voraussetzung um deinen Gelenken die Bewegung zu liefern, die sie benötigen, um gesund und funktionsfähig zu bleiben.

Herz: Natürlich trainiert das Laufen in der Natur deine Ausdauer und die Leistungsfähigkeit deines Herzens – und anders, als auf dem Laufband.

Außerdem verbrauchst du beim Laufen im Gelände mehr Energie, als auf einer ebenen Straße. Dies wird deinen Fettpolstern ziemlich auf die Nerven gehen.