Mehr Power beim Laufen: Die Profi-Tipps Teil 2 – Ausrüstung

Als Läufer kannst du auf fünf verschiedene Arten von Sportschuhen zurückgreifen: Neben Modellen mit Bewegungskontrolle, Dämpfung oder Stützfunktion gibt es die Gruppe der besonders leichten Laufschuhe sowie die Kategorie der Geländelaufschuhe. Finde das richtige Schuhwerk für deine Füße und deine Bedürfnisse – unter Anleitung von Experten, die sich auf den Laufsport spezialisiert haben.

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Regelmäßiges Laufen steigert sowohl die Lebenserwartung als auch die Lebensqualität. Läufer sind im Durchschnitt fitter, gesünder und auch zufriedener. Zahlreiche Studien belegen: Laufen senkt drastisch das Risiko für Depressionen, Ängste und andere psychische Erkrankungen. Gleichzeitig wirkt das Laufen stimmungsaufhellend. Es belebt und fördert das allgemeine Wohlbefinden.

In unserem fünfteiliges Programm “Mehr Power beim Laufen” teilen einige der besten Läufer, Trainer und Experten ihre Tipps und Tricks, für besseres Laufen. Der heutige Teil dreht sich komplett um die richtige Ausrüstung.

Als Läufer kannst du auf fünf verschiedene Arten von Sportschuhen zurückgreifen: Neben Modellen mit Bewegungskontrolle, Dämpfung oder Stützfunktion gibt es die Gruppe der besonders leichten Laufschuhe sowie die Kategorie der Geländelaufschuhe. Finde das richtige Schuhwerk für deine Füße und deine Bedürfnisse – unter Anleitung von Experten, die sich auf den Laufsport spezialisiert haben.

1. Der richtige Schuh

Überleg dir, wo du laufen willst, und kauf dir die zum Untergrund passenden Schuhe. Findet ein Großteil deines Trainings im Gelände statt, sind Straßenläufer mit hohen Fersenteilen ungeeignet. Du bist damit zu instabil und läufst Gefahr, umzuknöcheln. Umgekehrt ist ein Paar Geländeläufer mit tiefem Profil an der Außensohle auf asphaltierten Straßen reichlich unbequem, da die Stollen auf die Fußsohlen drücken.

2. Die richtigen Socken

Beim Schuhtest im Laden solltest du immer die Socken tragen, die du auch im Training anziehen willst. Die Stärke des Sockens kann hinsichtlich Passform und Laufgefühl einen großen Unterschied machen. Dazu kommt noch die Tatsache, dass warme Füße größer sind. Als Läufer sollst du sportspezifische Socken wählen, die am Fußballen, an den Zehen und im Fersenbereich zusätzlich gepolstert sind. Dadurch dämpfst du den Aufprall beim Aufsetzen des Fußes zusätzlich. Gleichzeitig schützt du damit wichtige Bereiche, an denen sich sonst Blasen bilden können. In der Regel gibt es bei solchen Modellen auch einen gepolsterten oder festeren Bereich am Fußgewölbe. Damit sitzt der Schuh enger am Fuß, während das Fußgewölbe besser gestützt wird.

3.  Laufstilanalyse

Spezialisierte Läufer-Shops bieten oft auch gratis eine Laufstilanalyse an. Manche Anbieter filmen dich sogar, während du ein paar Minuten lang auf dem Laufband verbringst. Die Sequenz kannst du dir im Anschluss mit dem Verkäufer ansehen und bei Bedarf auch anhalten. So ist es möglich, das Aufsetzen des Fußes, das Abrollen und das läuferische Grundmuster zu bewerten. Auf Basis der Daten kannst du dann den für dich am besten geeigneten Schuh aussuchen.

4. Testlauf

Gute Laufschuhe sind teuer. Daher solltest du ein neues Modell immer erst einmal testen, bevor du dafür Geld auf die Ladentheke blätterst. Wenn du ein wenig auf einem Teppich im Laden hin- und herläufst, wird sich das ganz anders anfühlen, als wenn du damit joggst oder rennst. Unterzieh das Schuhwerk daher einem Praxistest auf einem Laufband im Laden.

5. Zeit zum Abschied

Deine Laufschuhe tragen dich bei unterschiedlichster Witterung über die unterschiedlichsten Laufflächen, wodurch sie ziemlich stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Umso wichtiger ist es, das Schuhwerk regelmäßig zu erneuern. Es Faustregel gilt: Nach 800 bis 960 Kilometern sind die Schuhe abgelaufen. Wie oft du im Endeffekt ein neues Modell brauchst, hängt von deinem Gewicht, Laufstil und dem bevorzugten Gelände ab. Vermeide es aber auf jeden Fall, deine Laufschuhe weiter zu verwenden, wenn sie abgelaufen oder zerschlissen sind. Das Schuhwerk bietet dir in diesem Zeitraum nämlich nicht mehr den notwendigen Schutz, wodurch nur dein Verletzungsrisiko zunimmt.

Teil 1 unserer Expertentipps für mehr Power beim Laufen gibts hier.