„Mein Körper hält vieles aus“

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Matthew McConaughey ist für seine Disziplin und seinen durchtrainierten Körper bekannt. Für große Rollen aber tun große Schauspieler ihrem Körper auch schon mal Gewalt an. So hungerte sich McConaughey für „Dallas Buyers Club“ bis zur Unkenntlichkeit runter, um den aidskranken Rodeoreiter Ron Woodroof zu spielen – einen Schwulenhasser, der es in den 80er-Jahren mit CIA, FBI, Zoll, Gesundheitsbehörde aufnahm und Aidsmedikamente nach Texas schmuggelte. Der Preis für die Strapazen: ein Oscar in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“. Wie schmerzhafter der „Transformation“-Prozess wirklich war und wie er in knapp sechs Monaten 20 Kilo verloren hat, verriet McConaughey kürzlich in einem Interview. „Mit kontrollierter Ernährung“, sagt er kurz und knapp. „Ich habe etwa Tapioka-Pudding für mich entdeckt. Den habe ich mit dem winzigsten Löffel, den ich finden konnte, gegessen, damit ich möglichst lange etwas davon hatte. Bis zu einer Stunde habe ich dann für eine Schüssel gebraucht“. Tapioka ist eine pflanzliche Speisestärke und schmeckt eigentlich nach fast nichts. Oft wird es als Verdickungsmittel in Süssspeisen verwendet. „Dazu gab’s täglich Eiweiß am Morgen, 150 Gramm Fisch und zweimal am Tag Gemüse. Die ersten zwei Tage fielen mir schwer“, so McConaughey weiter. „Dann war mir klar, dass ich mein Leben total kontrollieren muss. Ich schaffe das nur, wenn ich ganz bei mir bin. Also schloss ich mich ein. In die Sonne durfte ich ohnehin nicht, weil die Figur Ron blass sein musste“, sagt er weiter.

 

20 Kilo in sechs Monaten abnehmen? „Das steht man mit der richtigen Geisteshaltung durch.“

MATTHEW MCCONAUGHEY, SCHAUSPIELER

 

„Die Tage werden lang, wenn du hungrig in deinem Zimmer sitzt. Stunde um Stunde denkst du über Essen nach. Ich sah es als ein Abenteuer. Schließlich wog ich nur noch 68 Kilo, stellte aber fest: Ich sehe noch immer zu gesund aus. Dann ging ich runter auf 63 Kilo, bis meine Hüft- und Wangenknochen fast durch die Haut stachen und ich richtig krank aussah.“ Hört sich nach einer zeimlich krassen Crash-Diät an. Ist das nicht gefährlich? „Mein Körper hält viel aus. Andere hätten vielleicht Probleme bekommen, aber ich nicht.“ Trotzdem: Angenehm sind extreme Diäten sicher nicht. Während der Hungerphase greift der Körper bei der Energiegewinnung vermehrt auf Proteine zurück. Dadurch werden Muskeln abgebaut und der Energiebedarf langfristig abgesenkt. Zudem gehören Mineralstoffverlust, Gicht und Mangelerscheinungen zu den Risiken, von psychischer Labilität ganz abgesehen – wären da nicht auch die Phasen des Hochgefühls beim Fasten, dem Runner’s High nicht unähnlich. McConaughey: „Das steht man mit der richtigen Geisteshaltung durch“ – und und viel Disziplin. Denn auch danach reicht es nicht, einfach wieder normal zu essen. Die verlorene Muskelmasse kann nur durch zusätzliches Krafttraining wiedergewonnen werden. Aber daran ist McConaughey als Fitness-Fanatic ja gewöhnt…

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