Sit ups am Morgen bringen Kummer und Sorgen

Ein Workout oder auch ein bisschen Stretching im Bett am Morgen ist für viele fester Bestandteil der täglichen Routine. Aber wer gleich nach dem Aufstehen (oder sogar noch im Bett) in der Früh loslegt - wenn sei es auch nur mit etwas ganz Einfachem wie die Knie an die Brust ziehen - schadet seiner Wirbelsäule unter Umständen mehr als es wert ist

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Ein Workout oder auch ein bisschen Stretching im Bett am Morgen ist für viele fester Bestandteil der täglichen Routine. Aber wer gleich nach dem Aufstehen (oder sogar noch im Bett) in der Früh loslegt – wenn sei es auch nur mit etwas ganz Einfachem wie die Knie an die Brust ziehen – schadet seiner Wirbelsäule unter Umständen mehr als es wert ist: 

Laut Dr. Stuart McGill, seit 30 Jahren Professor für Wirbelsäulen-Biomechanik an der University of Waterloo, ist die Wirbelsäule morgens wesentlich anfälliger für Verletzungen ist als später am Tag:

“Ihre Bandscheiben sind hydrophil, was bedeutet, dass sie Wasser anziehen. Sie saugen Flüssigkeiten auf, und wenn Sie abends ins Bett gehen, sind Sie tatsächlich kürzer als beim Aufwachen am Morgen”, sagte McGill. Das bedeutet aber auch, dass die Bandscheiben am Morgen erweitert sind, sie biegen sich nicht gerne, es fällt schwer sich am Morgen zu bücken und die Socken anzuziehen. Tatsächlich belastet Beugen am Morgen die Wirbelsäule mit bis zu dreimal mehr Stress als später am Tag.  “Wirbelsäulenverletzungen durch Überbelastung entstehen viel öfter früh am Tag, statt abends. Wir raten wirklich davon ab, dass jemand morgens aufsteht und Beugeübungen macht, die Knie an die Brust zieht, Sit-Ups macht und solche Dinge.”

Also gilt: Lieber eine Stunde warten, spazierengehen und die Schwerkraft etwas Wasser aus der Wirbelsäule pressen lassen!