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Studio Sünden

Vermeiden Sie die folgenden weit verbreiteten Fitnessfehler, um mehr aus dem Training herauszuholen – und sich nicht unbeliebt zu machen.

 

„Ich bin immer wieder darüber erstaunt, was manche Leute im Fitnesscenter veranstalten“, meint der Trainer Matt Whitmore. „Die folgenden Schnitzer kosten nicht nur wertvolle Zeit. Gleichzeitig machen Sie sich auf diese Art auch im ganzen Fitnesscenter Feinde. Es ist also wichtig, die größten Schnitzer zu kennen!“

 

Zu große Gewichte wählen

„Ist das Gewicht zu hoch gewählt, leidet darunter die Technik. Dadurch steigt das Verletzungsrisiko. Oder Sie erreichen einfach nicht die anvisierte Anzahl an Wiederholungen, geschweige denn die erwünschten Trainingsziele. Außerdem nervt es die anderen, wenn sie die eigenen Sätze unterbrechen müssen, um Ihnen unter der Langhantel hervorzuhelfen.“

 

Den Trainer stören

„Stören Sie nie einen Personal Trainer, wenn er sich gerade um einen anderen Kunden kümmert. Ein einfaches ‚Hallo‘ ist erlaubt. Ansonsten dürfen Sie nicht vergessen, dass der Kunde für seinen Trainer viel zahlt. Dasselbe gilt für andere Besucher, die gerade mitten im Satz stecken. Es gibt nichts Lästigeres, als wenn man abgelenkt wird und man die Gewichte ablegen muss.“

 

Kurzhanteln horten

„Jeder hat schon einmal einen solchen Egomanen gesehen, der für seine 20 Dropsätze sämtliche verfügbare Kurzhanteln um sich schart und
keinen anderen an seinen wertvollen Eisenschatz heranlässt. So ein Verhalten zeugt von Mangel an Feingefühl und Respektlosigkeit.“

 

Andere aufhalten

„Wenn ich meine Kunden trainiere, erwarten die Leute eine sehr ergiebige Einheit. Nichts ärgert mich mehr, wenn dann so ein Dampfplauderer meint, er müsste andauernd labern und dabei die Geräte besetzen. Wenn nicht gerade mit verkürzten Erholungspausen gearbeitet wird, sollten die Geräte immer für andere frei bleiben. Andernfalls besteht nämlich die Gefahr, dass der Plaudertasche einmal eine Kurzhantel auf den Fuß fällt – natürlich rein aus Versehen.“

 

Das Abwischen vergessen

„Es ist schon klar, dass kein Studio klinisch rein ist. Aber bei der Schweißpfütze auf der Bank hört der Spaß auf. Ich bin der Kerl, der die Leute immer wieder daran erinnern muss. Das Equipment zu teilen, geht in Ordnung. Aber Körperflüssigkeiten? Nein, danke.“

 

Alles durcheinanderbringern

„Wenn am Ende jeder seine Gewichte immer wieder dahin zurücklegt, wo er sie herhat, muss keiner mehr auf Hanteljagd gehen. Ich erinnere mich noch gut an das amerikanische Fitnesscenter, in dem es strikt verboten war, die Gewichte draußen liegen zu lassen. Wer erwischt wurde, bekam sofort die Mitgliedschaft gekündigt. Das ist nicht pingelig, sondern durchaus nachvollziehbar.“

 

Am Handy rumspielen

„Den anderen ist es eigentlich herzlich egal, ob Sie gerade Ihren persönlichen Rekord eingestellt haben und jetzt allen in Ihrer Telefonliste davon erzählen wollen. Wer mit dem Handy ins Studio geht, hat es verdient, direkt als Idiot abgestempelt zu werden. Das Fitnesscenter ist dazu da, Sport zu machen. Alles andere kann warten.“

 

Herumkaspern

„Ich habe schon alles gesehen: Leute, die zwischen den Sätzen, singen, tanzen, die Hüften schwingen usw. Sparen Sie sich das für den Samstagabend in der Disko. Schließlich macht ja normal auch keiner Liegestütze auf der Tanzfläche. Und selbst wenn, dann würde das außer den Türstehern sicher keinen interessieren.“

 

Einseitig trainieren

„Neulich ist mir jemand aufgefallen, der mit 28 Kilogramm in der rechten und 20 in der linken Hand Bankdrücken machte. Als ich ihn fragte, was er da tut, meinte er nur: ‚Mein linker Arm ist schwächer.‘ Ich war sprachlos. Es hat seinen guten Grund, warum Kurzhanteln paarweise geliefert werden. Wenn ich mit sauberer Technik zwei gleich schwere Kurzhanteln verwende, kann ich dadurch das Ungleichgewicht ausgleichen. Nebenbei sorge ich auf die Art auch dafür, dass kein anderer Besucher mit zwei unterschiedlichen Hanteln dasteht.“

 

Equipment zweckentfremden

„Warum heißt der Kniebeugenständer so, wie er heißt? Weil er tatsächlich für Kniebeugen gedacht ist! Er taugt nicht für Bizeps-Curls oder als Trainingsgerät für die Bauchmuskeln. Ich weiß noch, wie ich einmal zwischen zwei schweren Sätzen am Kniebeugenständer kurz Wasser holte. Als ich zurückkam, hatte jemand die ganzen Gewichte abgenommen und angefangen, Bizeps-Curls zu machen. Ich kam mir vor wie im Kindergarten.“