The ROCK DIE SCHULE DES LEBENS

VOM STRAFTÄTER ZUM SUPERSTAR: DWAYNE JOHNSON HAT DANK DER LEKTIONEN, DIE ER IM STUDIO GELERNT HAT, SEINE EIGENE ERFOLGSGESCHICHTE GESCHRIEBEN.

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An erster stelle steht das Studio. Klar, denn das Studio ist sein Halt und Zufluchtsort. Es hilft ihm, zu vergessen. Es war sein Zuhause, als er obdachlos war, und ist es auch heute noch, wenn er reist. Es hat ihn durch Erfolge begleitet und als Ventil für Frustration bei Niederlagen gedient. Vor allem hat ihm das Studio in seiner Jugend wichtige Lektionen erteilt, die er als Erwachsener weiter beherzigt.

Diese Geschichte erzählt von Dwayne Johnson, aber es geht weder um seinen Erfolg als WWE­Legende und Hollywood­Star, noch um die Ich-Erzählung eines Interviews in einem schicken Restaurant, das seine Kleidung und Gespräche mit dem Keller beschreibt. Diese Art von Geschichte zu erzählen überlassen wir anderen. Dies ist die Geschichte seiner Entwicklungsjahre und einiger Lektionen, die er damals lernte, viele in staubigen Studios quer durch die USA ­ durch Eisen, Schweiß und seinen heiligsten Gral: harte Arbeit. Wie Dwayne Euch sagen wird, haben ihn diese Dinge zu dem gemacht, was er heute ist.

Hier sind sieben lehrreiche Momente des jungen Dwayne Johnson. Sieben, denn so viele Dollar hatte er in der Tasche,als er mit 23 Jahren aus der Canadian Football League geworfen wurde und gezwungen war, sein Leben von vorne zu beginnen ­dieses Mal als Profi­Wrestler. Sieben, weil die Zahl für ihn so wichtig ist, dass er seine Firma „Seven Bucks Company” genannt hat.

1. 1 Arbeiten Sie immer hart.

Dwayne Johnson war 13 Jahre alt, als er sein erstes Gewichtsworkout
machte, aber er hatte seinen Vater, den legendären Wrestler Rocky Johnson, schon ins Studio begleitet, seit er 5 oder 6 Jahre alt war. Einige seiner frühesten Erinnerungen sind der Geruch von Schweiß, Rost und Kreide sowie dem dumpfen Klirren von 20­kg ­Scheiben, wenn sie auf einer Stahlhantel aufeinander treffen. Obwohl er die Gewichte damals nicht anfassen durfte, genügte es ihm, ruhig auf einer Bank zu sitzen und seinem Vater beim Training zuzusehen.

Mein Vater stand jeden Morgen um 5 Uhr auf. Er trank seinen Kaffee und ging dann ins Studio, egal, ob er zuhause oder unterwegs war.” Rocky Johnson war oft unterwegs. Häufig blieb der junge Dwayne mit seiner Mutter Ata zuhause. Wenn Rocky jedoch vor Ort war, nutzte Dwayne die Chance, ihn ins Studio zu begleiten. Für Rocky war das eine Form von Babysitting. Für Dwayne war es die Chance, eine wundersame Welt voller Männer zu betreten, die das Unmögliche vollbrachten­ wie ein Herkules in der realen Welt.

Damals war der Gang ins Studio kein „Ding”, etwas anders als heute. Es gab keinen Handtuch­service und duftende Cremes in der Umkleide oder gar einen Fernseher an jeder Cardio­station,­ letztere gab es nicht einmal. Und wer einen Personal Trainer wollte, bezahlte einfach den massivsten Kerl im Studio, der einem zeigte, was zu tun war, um so wie er auszusehen. Die Studios standen jedoch für Mut, Antrieb und harte Arbeit ­ etwas, das dem Dwayne Johnson von heute am wichtigsten ist.

„Andere Väter gingen mit ihren Kindern auf den Spielplatz. Meiner ging mit mir ins Studio, und diese Studios waren hardcore, reine Krafträume, aber es war eine wichtige gemeinsame Zeit für uns und ich lernte dort schon früh, dass nur harte Arbeit zählt.

„Mein Vater und die anderen Wrestler trainierten dort jeden Morgen wie die Spitzenbodybuilder der Zeit: Arnold Schwarzenegger, Franco Columbu, Frank Zane oder Albert Beckles. Das war es, was wir kannten ­ und es funktionierte.”

2. 2 Beharrlichkeit zahlt sich aus.

Als er 8 Jahre alt war, erlaubten Dwaynes Eltern ihm, Sport zu treiben: Baseball, Fußball, Kampfsport, Turnen. Manchmal spielte sein Vater Wrestling mit ihm, band seinen dünnen Körper in Knoten und machte ihn hart für das, was im Leben auf ihn zukommen würde. Dwayne wollte wie sein Vater Gewichte stemmen, aber er musste sich noch einige Jahre gedulden.

„Man sagte, dass es das Wachstum behindern würde, wenn man zu jung anfinge, also musste ich warten, bis ich ein Teenager war.” Dann kam endlich der Tag, an dem Dwayne das Studio betreten und mehr tun durfte, als rumzusitzen und den Erwachsenen zuzusehen. Er war 13 Jahre alt und es war ein Samstag. Er war bereit, all die Jahre der Beobachtung in die Tat umzusetzen. Das Bankdrücken war eindeutig seine erste Wahl.

Rocky ließ seinen Sohn mit einer leeren Stange anfangen. Er schaffte es mühelos, ohne das Wackeln, das man von einem Neuling erwartet. Also legten sie ein Paar 10er auf die Stange. Kein Problem! Er machte seinen Vater und sich selbst stolz. „Also fragte mein Vater, ob ich für die 20er bereit sei. Ich war bereit.”

„Also packten wir eine 20­kg Scheibe auf jede Seite, ich legte mich auf die Bank und er half mir. Er zählte bis drei und hob die Stange aus dem Ständer­ und ich wurde unter ihr begraben. Es war mir so peinlich. Ich werde das Gefühl nie vergessen. Begraben unter
40 kg!”

Dwayne wollte das Gewicht unbedingt stemmen. Je schneller er diese Niederlage überwinden konnte, desto besser. Also fand man ihn die ganze Woche über entweder beim Training im Studio oder bei Liegestützen in seiner Wohnung. Er zeigte dieselbe Arbeitsmoral, die er in den letzten sieben oder acht Jahren bei seinem Vater und vielen anderen Wrestlern und Bodybuildern gesehen hatte. Früher oder später würde er es schaffen.

Am folgenden Samstag ging er wieder mit seinem Vater ins Studio, entschlossen, die Hantel von seiner Brust zu drücken. Sie absolvierten die typischen Aufwärmsätze und luden dann ein Paar 20er auf die Hantel, die Dwayne sieben Tage zuvor zerquetscht hatten. Er legte sich auf die Bank, während Rocky sich als Helfer positionierte, senkte die Hantel auf seine Brust ab und drückte sie dann kraftvoll zurück auf Armlänge: „Deshalb brauche ich heute keine Therapie.”

3. 3. Seien Sie zielstrebig.

Dwayne hatte seine Mutter schon
weinen gesehen, aber nicht so. Sie hatten gerade an der Tür ihres winzigen Einzimmer­Apartments in Honolulu einen Räumungsbefehl und ein Vorhängeschloss vorgefunden. All die Jahre des Kampfes, als Frau eines ständig reisenden Profi­Wrestlers über die Runden zu kommen, schienen über Ata Johnson zusammenzubrechen, und sie weinte wie nie zuvor. In diesem Moment schwor sich der 14­jährige Dwayne Douglas Johnson etwas. „Ich war entschlossen, die Situation in den Griff zu bekommen. Ich würde nie wieder obdachlos sein, und ich würde meine Mutter nie wieder so weinen sehen.”

Natürlich konnte Johnson mit 14 Jahren keinen Job bekommen, der die Miete zahlte. Doch da sein Vater in Tennessee als Wrestler arbeitete, war er der Mann im Haus und wusste, dass er die Situation seiner Mutter irgendwie verbessern musste. Er hatte eine Erleuchtung:

„Mir fiel ein, dass alle Männer, die ich kannte und die großen Erfolg hatten, von großer körperlicher Statur waren. Ich wusste, dass sie durch Eigenkapital in Form von Schweiß so geworden waren ­durch Schwielen an den Händen. Die Lösung schien einfach: Ich würde weiter ins Studio gehen und härter denn je arbeiten, und dann würde auch ich erfolgreich sein.”

Bisher hatte Dwayne zwei Tage pro Woche trainiert; er fügte die Workouts in seinen Schulalltag ein. Aber jetzt würde er sein Training ernst nehmen müssen. Er musste so aufbauen wie sein Vater ­ so wie die Bodybuilder, deren Bilder er in der M&F bewundert hatte. Um seine Mutter und sich wirklich vor einem neuen Räumungsbefehl schützen zu können, würde er seine Zeit im Studio verdoppeln müssen.

Genau das tat er, trainierte härter als je zuvor und baute sich mit schwerem Metall und Schwielenhänden zu einem Mann auf. Auch, wenn er rückblickend weiß, dass Gewichtstraining und Miete zahlen absolut nichts miteinander zu tun haben, sollten ihm die Entschlossenheit und Zielstrebigkeit, die daraus resultierten, bis heute zugute kommen. Seine Workouts nahmen eine andere Form an. „Im Nachhinein war dieser Moment sehr wichtig für mich.”

4. 4. Ohne Kontrolle kann Stärke zu einer Schwäche werden.

Im Alter von 14 bis 15 Jahren lief das Training gut für Dwayne. Als er in die Highschool kam, war er auf 1,93 m hochgeschossen und brachte 102 kg auf die Waage ­ viel davon hart erarbeitete Muskelmasse. Das verschaffte ihm ausreichend Selbstbewusstein ­ und ein gewisses Maß an Arroganz. Trotz der Hingabe und Disziplin, die er im Studio zeigte, machte ihn sein instabiles Familienleben orientierungslos: „Ich geriet ständig in Schwierigkeiten. Ich wurde mehrfach verhaftet: Schlägereien, Diebstahl, Betrug und noch mehr Schlägereien. Ich machte viele Dummheiten und kam schnell vom richtigen Weg ab.”

Als er 15 Jahre alt war, kam das, was er als „trifecta” bezeichnet: drei verheerende Ereignisse, die sein Leben fast ruinierten. „Zuerst wurde ich verhaftet. Meine Eltern holten mich bei der Polizei ab. Ich erkannte, dass ich ihnen bei allen finanziellen Problemen dennoch die größten Sorgen bereitete. Da beschloss ich, meine Eltern nie wieder zu enttäuschen und nie wieder verhaftet zu werden.” Das schaffte er, doch in Schwierigkeiten geriet er dennoch. Am nächsten Tag wurde er von der Schule suspendiert, weil er einen anderen Jungen verprügelt hatte. Als er zwei Wochen später in die  Schule zurückkehrte, fand er sofort in seine Rolle als „Problemschüler” zurück. Nachdem er entschieden hatte, dass die Schüler­toilette in der Freedom High School in Bethlehem, Pennsylvania, nicht gut genug für ihn war, verrichtete er sein Geschäft in der Lehrertoilette.

„Dann kam dieser Lehrer, der mich ansah und sagte, ich habe dort nichts zu suchen. Ich verhielt mich ihm gegenüber total scheiße. Ich wusch mir die Hände, blickte über meine Schulter, sagte: ,eine Sekunde’ und wusch weiter meine Hände. Dann schlug er mit der Faust gegen die Tür und schrie, ich solle sofort verschwinden. Und ich? Ich trocknete meine Hände ab und eilte an ihm vorbei wie eine richtige Rotzgöre. Er kochte vor Wut.

„Dieser Typ war bereit, sich ungeachtet meiner Größe mit mir zu prügeln ­ nicht, weil er mir weh tun wollte, sondern, weil er sich Sorgen um mich machte.”

5. 5. Achten Sie auf Zeichen von außen.

Als er an diesem Abend nach Hause ging, spürte Dwayne, wie Schuldgefühle in ihm hochkamen wie der Schmerz nach einer verkorksten Einheit Kreuzheben. Im Gegensatz zu den acht oder neun Malen, als er verhaftet worden war, und seinen vielen Schulverweisen, konnte er das Gefühl nicht loswerden, dass er nicht mehr lange die Chance bekommen würde, die Dinge zum Guten zu wenden, wenn er nicht die Verantwortung für sein Verhalten übernehmen würde.

„Am nächsten Tag ging ich in die Schule und suchte den Lehrer. Ich fand heraus, wo er unterrichtete, ging in sein Klassenzimmer, trat auf ihn zu und entschuldigte mich. Ich hielt ihm meine Hand entgegen, er sah sie an, dann mich, fasste meine Hand und nahm die Entschuldigung an. Dann sagte er: ,Ich will, dass du Football für mich spielst’. Ich willigte ein und das war’s!” Jody Cwik, so stellte sich heraus, war viel mehr als nur ein FootballCoach. Er wurde in Dwaynes Entwicklung zu einer Schlüsselfigur und glaubte an ihn, als er sich selbst aufgegeben hatte. Football gab Dwayne eine neue Perspektive und die Möglichkeit, seine Frustrationen und Aggressionen abzureagieren. Auf die Frage, warum er sich bei Cwik entschuldigen wollte, anwortet Dwayne philosophisch: „Wir sind von Zeichen umgeben. Oft erkennen wir sie nicht, aber wenn doch, dann werden sie zu den besten Lektionen.”

SOZIALE MEDIEN
„Die sozialen Medien sind meiner Karriere zugute gekommen”, sagt Dwayne. „Ich kam erst spät dazu (2011), weil ich ihren Wert vorher nicht erkannte. Ich dachte zunächst, dass es darum geht, anderen zu zeigen, was man den ganzen Tag isst oder wohin man reist. Aber es steckt mehr dahinter. Man kann auf diese Weise mit Fans kommunizieren wie mit keinem anderen Medium. Durch soziale Medien pflege ich eine meiner wichtigsten Beziehungen: die zu meinen Fans.

„Ich mag alle sozialen Medien, finde Instagram aber besonders gut, um Geschichten auf visuelle Weise zu erzählen. Außerdem habe ich echt lange Arme,­ perfekt für Selfies!”

6. 6. Kehren Sie im Zweifelsfall zu den Grundlagen zurück.

Unter den wachsamen Augen von Coach Cwik verbesserte sich Dwayne ständig ­ als Schüler wie als Athlet. Im Abschlussjahr zählte er zu den zehn besten Defensive Tackles des Landes. Er erhielt ein Stipendium der University of Miami und packte die Gelegenheit beim Schopf.

An der Uni machte Dwayne seine Kombination aus Masse, Kraft, Athletik und Arbeitsmoral zu einem Spitzenmann, sobald er das Feld betrat. Im Alter von 18 Jahren, nach einem Leben voller Fehltritte und Probleme, war Dwayne endlich auf dem richtigen Weg.

„Ich war dabei! Ich war der einzige Freshman, der spielen durfte. Doch am letzten Trainings tag mit Dummies renkte ich mir die Schulter aus. Es war übel. An jenem Abend musste meine Schulter komplett rekonstruiert werden. Ich stürzte mit 18 Jahren vom Gipfel der Welt bis tief in den Keller ab.”

Dwayne verfiel in Depressionen. Er nahm nicht mehr am Unterricht teil und fuhr nach Hause, ohne seine Zwischenprüfungen zu machen. Dann bekam er eines Tages einen Anruf von Miamis leitendem Coach Dennis Erickson.

Er bat mich, etwas eher zur Uni zurückzukommen. Ich fragte, wann genau, und er bat mich, in ein paar Tagen zu kommen.”

„Ich ging also zur Uni zurück und er war sehr wütend. Er und mein Defensive Line Coach nahmen mich so richtig in die Mangel: ,Wie kannst du das bloß machen? Du hast uns blamiert! Und das Team! Du warst in Führungsposition und jetzt sind deine Noten im Keller, weil du die Sache in den Sand gesetzt hast und einfach abgehauen bist!’ ”

Dann kam eine Herausforderung, die Dwaynes Mut so sehr testen sollte wie jedes Workout, das er je zuvor absolviert hatte.

Sie sagten: ,Von jetzt an bist du in akademischer Hinsicht auf Bewährung. Du läufst Gefahr, dass dir das Stipendium entzogen wird.

Du musst an jedem Kurs teilnehmen. Nach dem Unterricht gehst du direkt ins Studio und zu jedem TeamMeeting, und bei jedem Training wirst du an der Seitenlinie sitzen.

Aber jetzt kommt das Wichtigste: Um das Football ­Gebäude betreten zu dürfen, musst du dir jeden Tag von allen Professoren per Unterschrift bestätigen lassen, dass du an ihrem Kurs teilgenommen hast.’ ”

Auch nach neun Verhaftungen und all seinen anderen „Vergehen” in seiner Jugend war dies ein neuer Tiefpunkt für Dwayne. Er schämte sich und war voller Reue. Er wusste, dass es ohne Stipendium mit der Uni für ihn vorbei sein würde: Seine Eltern konnte die Studiengebühren nicht bezahlen.

Und so traf Dwayne die Entscheidung, noch einmal den harten Weg einzuschlagen. Mittlerweile war er es gewohnt, er brauchte keine Vorgaben. Er verließ sich einfach auf dieselben Prinzipien, die ihn durch seine härtesten Trainingseinheiten gebracht hatten: Fokus, Beharrlichkeit und jede Menge harte Arbeit.

„Ich machte alles, was man von mir verlangte und riss das Ruder herum. Ich wurde der Mannschaftskapitän mit den besten Noten und in meinem Junior­jahr war ich in der Vorsaison auf vielen Listen ein All­-American. Ich tat, was getan werden musste.”

FELS IN DER BRANDUNG
„Das Training gibt mir Halt ­jeden Tag, egal, ob ich am Set oder zuhause bin”, sagt Dwayne. „Klar, ich habe viel um die Ohren, aber das haben wir alle. Wir stehen alle auf dem Laufband des Lebens und Ausgleich ist wichtig, aber für mich ist Training ein entscheidender Teil dieses Ausgleichs.

„Ich stehe morgens meist um 3.45 Uhr auf, mache Cardio, frühstücke, gehe dann an die Gewichte und danach zum Film­Set. Wenn ich all diese Dinge schaffe und um 7 oder 8 Uhr fertig bin, kann ich für die nächsten 12, 14, oder sogar 16 Stunden arbeiten. Ich habe Ausdauer und bin wie ein Kamel: Ich brauche nur Wasser. Der Sport ist mein Fels in der Brandung. Dann bin ich ganz allein niemand ist sonst wach. Also erledige ich Training, E­Mails und konzentriere mich.”

7. 7. Scheitern ist eine Tugend.

kehren ihre Geschichte vielleicht unter den Teppich und schämen sich für die eigenen Fehltritte ­ nicht jedoch Dwayne. Für ihn sind die Schwierigkeiten des Lebens ein Segen und er weiß, dass seine Erfolge nur durch frühere Niederlagen möglich waren und er seinen riesigen Bizeps und die breiten Schultern jenen Jahren der Belastung und des Schmerzes verdankt.

„Ich will andere immer an meine Vergangenheit erinnern, denn sie hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Es ist nicht zu leugnen, dass ich ein Produkt dieser harten Zeiten bin ­ ein Produkt der schwie rigsten Zeiten meines Le bens. Das ist von großem Wert. Diese Lektionen prägen einen und lassen einen wachsen, und bei mir geschah dies in jungen Jahren.”

Besonders eine Erfahrung hatte eine nachhaltige Wirkung, und so schmerzhaft diese Erinnerung auch ist, so hält er sie ständig wach. „So verrückt es sich anhört: In Gedanken bin ich immer eine Woche von der Zwangsräumung entfernt, und das lässt mich motiviert bleiben nicht die materiellen Dinge. Ich kann alles verlieren,­ noch heute. Scheitern ist eine Tugend.

Den roten Teppich, die weltweiten Hits an den Kinokassen, die Autos, die Häuser ­ alles, sodass ich wieder pleite bin, auf der Straße, mit sieben Dollar in der Tasche. Aber wissen Sie was? Wenn es eine Sache gibt, die sicher ist, dann, dass ich dennoch trainieren werde, sobald die Sonne aufgeht.”

Ich werde weiterhin trainieren und durch Eisen, Schweiß und jede Menge harte Arbeit neue Lektionen lernen.

 

The Rock – das Programm

Übung Sätze Wh
Stehende Langhantel-Curls 7 8-12
trizepsdrücken am Seil** 3 8-12
Seil-Curls am niedrigen Kabel† 3 8-12
Dips 3 8-12
Spider-Curls 3 8-12
enggefasstes bankdrücken 3 8-12
Scott-Curls††
SUPERSATZ MIT
Reverse Curls 4 8-12
trizepsstrecken über Kopf†† 7 8-12

 

* Bei FST-7-Sätzen legt Dwayne nur 30 bis 45 Sekunden Pause zwischen den Sätzen ein. Sonst pausiert er 90 Sekunden.

** Er spreizt seine Hände am untersten Punkt voneinander weg.

*Er hält seine Ellbogen vor seinem Körper, nicht an den Seiten.

** Er nutzt eine gebogene Hantel.